Papa-Blog Vorstellung: 8bitpapa

Über Deinen Blog

Was hat Dich motiviert, Deinen Blog „8bitpapa“ zu starten?

Ich schreibe für mein Leben gern und habe vor ein paar Jahren meine IT-Karriere zugunsten einer Autorenexistenz an den Nagel gehängt. Als sich dann Nachwuchs ankündigte, war das wichtigste Thema der nächsten beiden Dekaden klar, unser neues größtes privates Projekt sozusagen. Über meine Erkenntnisse zu diesem einmaligen Abenteuer zu schreiben lag und liegt auf der Hand.

Wie ordnest Du Deinen Blog thematisch ein und wer ist die Zielgruppe?

Es ist ein Leseblog mit thematisch abgeschlossenen Einblicken, kurzen Geschichten und Anekdoten aus dem Vatersein. Ich bin Mitte 40 und mit Heimcomputern und Fantasy-Rollenspielen aufgewachsen, ein Geek/Nerd/Freak, wenn man so will. Das hier gibt mir die Chance, aus einer besonderen, augenzwinkernden Perspektive zu berichten und Parallelen herzustellen, bei denen sich Gleichgesinnte oder -altrige (die »Generation C64«(https://de.wikipedia.org/wiki/Generation_C64) ) angesprochen fühlen. Oder vielleicht auch ihre Angehörigen. Das Einbringen eines Schusses Zynismus und eines Hauchs Max-Goldt-Wortwitz macht mir besonders viel Spaß.

Wie wichtig ist Dir der Erfolg Deines Blogs und was macht für Dich diesen Erfolg aus?

Mir ist wichtig, möglichst viele Leser zu erreichen, die sich über die Texte amüsieren. Die sich angesprochen fühlen, oder meinetwegen auch beleidigt. Wie jeder Autor möchte ich gelesen werden, »erfolgreiche« Interaktionen oder Kooperationen sind mir schnurz. Im Gegenteil, in der Metablogosphäre, in der es ständig um »Noch mehr Erfolg mit deinen Blog« und »Ich versuche zu schreiben also blogge ich« geht, geht mir die Hutkrempe hoch. Analog zu den Beauty- und Lifestyle-Merchandisingfluten erörtere ich aus Protest daher die Einführung einer »Papabox«.
»Was wohl diesen Monat in der Papabox ist? Oh, ein Craft-Bier aus Berlin. Gleich mal ausprobieren.«

Wie denken Freunde und Bekannte über Deinen Blog?

Das Blog bietet ihnen einen frischen Blick in unsere neue Elternwelt – in einem anderen Licht, als das man am Telefon oder beim Sonntagsnachmittagskaffeeklatsch vermitteln kann. Zum Beispiel der Blogeintrag zur Geburt (http://8bitpapa.de/schluss-mit-lustig-jetzt-wird-geboren/) – das war für viele ein schöner und lesenswerter Einblick aus der Vater-, der Begleitperspektive.

Was wird aus dem Blog, wenn Deine Kinder keine Kinder mehr sind?

Wenn ich nachdenke, was ich noch für Unsinn mit 30 oder 40 gemacht habe… Da wird meinem Sohn wohl nicht erspart bleiben, wenn ich dieses Blog auch noch mit 70 oder 80 über seinen »Erwachsenenunsinn« schreibe. Anderenfalls freuen sich zukünftige Digitalarchäologen über ein chronologisches Familienepos, ein Reality-Tagebuch eines spannenden Alltagsabenteuers. Nein, im Ernst, ich sehe das als ein Open-End-Projekt.

Wie viel Zeit verbringst Du in der Woche mit dem Bloggen?

Ein oder zwei Tage kommen da schon zusammen. Die Texte sind nicht nur heruntergeschrieben, sondern wachsen artikelartig, werden umgestellt, umgeschrieben, drei-, viermal verfeinert. Wie man so schön sagt: »Writing is editing«. Allerdings schreibe ich ereignisbezogen und demzufolge unregelmäßig. (Also ganz und gar nicht dem Standardratschlag folgend, man solle doch mindestens zwei Mal die Woche publizieren. Um wohl Erfolg zu haben.)

Welche Tipps würdest Du anderen Bloggern mit auf den Weg geben?

Sich zunächst ein paar Kernfragen zu stellen und zu beantworten. Je schärfer und berechenbarer das Profil und das Blog, desto einfacher ist es, dieser Linie treu zu bleiben und etwas Gesamtes aus einem Guss zu schaffen. Das schließt natürlich nicht aus, dass sich die Plattform weiterentwickeln darf.

 

Über Dich

Du, als Papa, in einem Satz

»Ist er heute Morgen nicht noch niedlicher geworden?«
»Ich habe doch da 20 Spucktücher hingelegt. Wo sind die ganzen Spucktücher hin? Jetzt ist die Spucke am Dampfen.«
(vorausblickend in ein paar Monaten) »Wieso läuft er denn jetzt gegen die Tischkante? Sieht er denn die Tischkante nicht? Warum steht er denn er jetzt da so herum? Ist er gerade mitten im Laufen eingeschlafen?«

Was sind für Dich als Papa die Highlights, welche Du mit Deinem Kinder / Deinen Kindern erlebst?

Der 8BitSohn ist zu diesem Zeitpunkt gerade einen Monat alt. Das Highlight ist demnach ein (Zurück)-Lächeln. Und, wenn er es schafft, die Muttermilch länger als zwei Minuten im Magen zu behalten.

Was war der größte Irrtum des Papaseins?

Dass das Papasein ganz von alleine kommt. Natürlich wird bei mir jede Menge Oxytocin ausgeschüttet, wenn ich ihm ins Gesicht blicke oder er weint. Insbesondere an der Engelsgeduld, mit der selbst meine Frau gelegentlich kämpft, feile ich noch. Und an der Erkennung der babylichen Bedürfnisnuancen. Das ist wie im Thailändischen oder Chinesischen, wo eine leichte Tonänderung einen völlig anderen Kontext herstellt. Das Weinen mag gleich klingen, bedeutet aber entweder »Hunger, Hunger, HUNGER! Ich sterbe, wenn ich nicht gleich etwas zu Essen bekomme!« oder »Der Rotton des reflektierenden Lichts da drüben an der Wand passt mir nicht. Ändere das! Dunkler! Mehr Bordeaux!« Vermutlich dauert es Jahre, diese Feinheiten zu erkennen, aber ich stehe ja erst am Anfang dieses Abenteuers.

Kochst Du? Falls ja, welches Gericht von Dir lieben Deine Kinder?

Ich koche außerordentlich gerne. Bevor der Kleine aber seine ersten geschmorten Ochsenbäckchen und die weltbesten Mafaldine Bolognese genießen darf, werde ich Weltmeister im Muttermilchaufwärmen.

Dein Lieblingsbier?

Das ändert sich alle paar Wochen. Aktuell habe ich eine milde Phase und trinke am liebsten das »urig würzige« Altenmünster. Nächste Woche vielleicht das Standardhelle von Paulaner, danach kommt wahrscheinlich eine Kellerbierphase, z.B. von Störtebecker.

 

Letzte Worte

Hast Du ein paar letzte Worte, die Du anderen Papas und Lesern mit auf den Weg geben willst?

Klar, haufenweise:
– Schnuller sind nicht böse. (Bei uns füllt der Schnuller eine Lücke zwischen Wiegen und Selbstberuhigung. Dank moderner Schnullerdesigns soll es auch nicht mehr zu bleibenden Schäden, wie einem Überbiss, kommen.)
– Don’t panic! (Egal, wie laut das Geräusch gerade in der Windel ist. Das Problem ist garantiert mit einer endlichen Anzahl Feuchttücher und Wattepads in den Griff zu bekommen.)
– Es gibt eine Welt abseits nerviger Kinderlieder (https://www.youtube.com/watch?v=Je3tP5YxAls). (Google mal »Rockabye Baby«.)
– Geduld ist eine Tugend. (Quatsch. In diesem Projekt ist Geduld einfach notwendig. Wichtig ist, sich ein bisschen Kopfkino zurechtzulegen, um bei stundenlangem Wiegen nicht den Verstand zu verlieren. Oder einfach einen Schnuller kaufen.)
– Mehr Floskeln dann gerne bei mir auf dem Blog.
Ahoi!

https://www.8bitpapa.de

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